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Jugendförderung im TSV

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Geschrieben von: Bengt Mitzinneck   
Montag, den 16. Februar 2015 um 09:35 Uhr

Hi,

tja, wo fängt man an, nach einem solchen Spiel... Puuhh... OK, gehen wir erstmal auf die anderen Spiele ein, da war der Autor nicht zugegen:

Damen 2 verlieren 0:3 beim Tabellenführer der Bezirksklasse, DJK Northeim. War zu erwarten, zumal wir personell etwas experimentieren mussten und Sophie aus der Dritten auch noch aushelfen musste. Danke dafür. Nächste Woche gibts das Derby in Gieboldehausen. Wird aber ähnlich schwer.

Damen 3 mussten Rosensonntag früh antreten. Da gibts sicher Angenehmeres. Zudem wartete auch dort der Spitzenreiter der Kreisliga, MTV Moringen. Das Hinspiel konnte man gegen den Liganeuling noch gewinnen, was bis dato die einzige Niederlage für sie war. Seitdem rauschen sie durch die Saison und hatten nur noch einen weiteren Satz verloren. Da muss man unter den Umständen, dass in den seltensten Fällen mal alle beim Training sind, auch mit dieser 0:3-Niederlage zumindest nicht ganz unzufrieden sein. Auch wenn sich damit die Aufstiegschancen wohl in Luft aufgelöst haben. Immerhin konnte man sich im Anschluss für die Damen 2 revanchieren und bezwang die Northeimer Reserve mit 3:1. Damit geht es in den letzten beiden Spielen um die Sicherung des 3. Tabellenplatzes.

Tja, und dann stand da noch eine dritte Partie gegen einen Spitzenreiter an. In der Bezirksliga der Herren gastierte der ASC III in unserer Schulturnhalle. Die Göttinger waren ungeschlagen durch die Saison gekommen. Einen einzigen Punkt hatten sie aber doch schon verloren, im Hinspiel gegen uns. Ein knappes 3:2, auch damals bereits ne spannende Partie. Und schon damals schworen wir uns, dass das Rückspiel was besonderes werden sollte. Nun stand dieses Spiel auf dem Plan. Und was soll man zu dieser Partie erzählen... Wo fängt man, wo hört man auf.

Versuchen wir es doch einfach mal mit den Fakten:

3:2 (25:22, 21:25, 12:25, 25:23, 15:13)

Man bekommt schon ein leichtes Gefühl, dass das kein wirklich langweiliges Spiel war... Und doch kann man nur erahnen, was am Faschingssamstag, ab ca. halb drei in dieser kleinen unscheinbaren Nesselröder Turnhalle los war...

Beim Abschluss-Training am Donnerstag war bereits zu spüren, wie heiß alle auf diese Partie waren. Zudem musste die zweite Partie gegen Pöhlde verlegt werden, wir konnten uns also ganz allein auf diese eine Partie konzentrieren. Es schien alles angerichtet. Dass wir bei einem möglichen klaren Erfolg auch wieder im Rennen um die ersten beiden Plätze wären, geschenkt. Es ging einfach nur darum, diese Göttinger zu besiegen, Revanche zu nehmen. Es fühlte sich an, wie zu den heißen Zeiten gegen Northeim, als diese sich noch auf Augenhöhe mit uns bewegten.

Allerdings gab es beim Training gleich zwei Schocks: Sascha muss verletzt absagen und Kwo kann seine Frauenmannschaft nicht im Stich lassen. Eine erheblich Schwächung, wobei es an der Grundstimmung trotzdem wenig änderte. Egal, wir knallen trotzdem einen raus. Das erste Heimspiel in den neuen Trikots sollte deren blütenweiße Farbe nicht beschmutzen... Keine Lücke für die Mücke... oder den ASC.

Samstag mittag, Punch muss fegen, leichte Anspannung wird mit einem ersten Bier gekontert. Gefolgt von der freudigen Nachricht, dass Kwo doch noch ne Lösung für seine parallele Trainertätigkeit gefunden hat. Der fehlende Schnaps im Trikotkoffer sei ihm verziehen. Es sollte dafür im Verlauf des Tages die ein oder andere Alternative geben.

Das ET sorgt zudem mit der Meldung, dass uns Harald Harms zum Sieg schlagen möchte, für die nötige Lockerheit, ein passender Gag zum Karnevalsspiel.

Das Einspielen beginnt, als plötzlich die erste Welle durch die Halle schwappt: Unsere Fans ziehen als Bananen verkleidet ein, was natürlich sofort ein Anstimmen unserer letztjährigen Hymne auslöst. Der erste Kraftschub für dieses Spiel. Von Minute zu Minute füllt sich im Spielverlauf die Halle mehr und mehr. Und auch unser Spiel führt dazu, dass die Stimmung nicht abebbt.

Das Spiel selber könnte man nun versuchen sportlich zu analysieren. Der ASC begann nervös, produzierte viele eigene Fehler. Wir hingegen absolut solide, holen Punkt um Punkt. Dennis knallt dem Gegner gerade zu Beginn Ball um Ball ins Feld... Aber doch war dieses Spiel über die gesamte Spielzeit von einer besonderen Stimmung geprägt. Von außen: die Fans spulten ausgestattet mit Trommel und Bier ein Programm ab, was es selten gibt. Aber auch auf dem Platz. Ich kann mich an kein Spiel erinnern, wo wir den Erfolg so unbedingt wollten wie an diesem Tag. Jeder biss sich rein in die Partie, jeder ging an sein Limit und darüber hinaus, sowohl sportlich als auch emotional.

Der zweite Satz geht unglücklich verloren und es gibt einen kleinen Knacks. Satz 3 flutscht uns nur so durch die Finger, der ASC ist ins Rollen gekommen und spielt uns auseinander. Die sind ja nicht ganz umsonst an der Tabellenspitze. Also ein wenig wechseln, Luft holen. Nochmal konzentrieren. So leicht wollen wir es denen einfach nicht machen. Satz 4 und 5 sind eine einzige Abnutzungsschlacht. Beide Teams auf Anschlag, die Halle am Beben. Immer wieder Diskussionen mit den Schiris, Jubel, Ärger, die Fans werden vom Schiedsgericht zur Ruhe ermahnt ein einziges Hin und Her. Punkt für Punkt muss hart erarbeitet werden, es gibt viele lange Ballwechsel. Hoffnungsschimmer und Ernüchterung, immer wieder im Wechsel... Satz 4 wird hauchdünn gewonnen.

Der 5. Satz fängt mit Rückstand an, 2-7 oder 3-7, wir liegen hinten. Aber es geht weiter, frei nach Olli Kahns Worten: Immer weiter. Zum Seitenwechsel sind wir dran, gehen in Führung und haben bei 14:12 endlich Matchball. Abgewehrt, natürlich. Nichts ist leicht an diesem Tag, nichts fällt einem in den Schoß. Der Gegner wechselt nochmal. Zur Abwehr des Matchballs kommt der neue Mann zur Angabe. Respekt, auch dafür brauchst du Eier. Keine Ahnung mehr wie, aber wir machen trotzdem den Punkt. Schluss, Aus. Wir haben es geschafft. Sieg, Revanche.

Es war vielleicht nicht unser bestes Spiel, es war mit Sicherheit nicht unser fairstes Auftreten, aber alle, wirklich alle hatten an diesem Tag diesen unbedingten Willen, diesen Ehrgeiz: Diese Göttinger würden uns nicht noch einmal schlagen, nicht in diesem Heimspiel... nicht an eben diesem Tag!

Und so sollte es Gott sei Dank auch kommen. Ein Harry Harms, der im 5. Satz einfach alles trifft, ebnet u.a. den Weg. Aber eigentlich ist es müßig, an diesem Tag irgendjemanden herauszunehmen. Das ist ein Team-Auftritt der Extraklasse. Das Team sind an diesem Tag aber alle... die Spieler, die zukünftige Zwote, die Fans. Auch die, die nicht da waren: Sascha spendet Kuchen, Karsten Beistand von außen. Wir sind halt einfach ne geile Truppe. Darf auch gerne mal gesagt werden!

Die anschl. Sause in der Halle ist dann auch wieder legendär. Aber das konnten wir ja schon immer ganz passabel, sogar unabh. vom Ergebnis. Aber diesmal ist schwingt auch hierbei ein unglaublicher Stolz bei jedem Einzelnen mit. Alle merken, dass da heute irgendwas Besonderes im Spiel war. Man liegt sich selig in den Armen, Gesänge um Gesänge werden kreiert und wiedergegeben, die meisten Videos sind nicht für die Öffentlichkeit gemacht...

Unzählige Geschichten gäb es noch erzählen, aber belassen wir es dabei. Versuchen wir stattdessen eine Rückkehr zu den nüchternen Fakten zu schaffen: Dadurch, dass es "nur" ein 3:2 Sieg war, sollten sich auch für uns die Plätze 1 und 2 erledigt haben. Ach was solls. Es war ein großer Schritt zum 3. Platz, den es vor allem noch in Lenglern zu bestätigen gilt. Weiter gehts nun aber erstmal am 08. März, das verlegte Spiel gg. Pöhlde II steht an. Wieder daheim. Und alle, wirklich alle, waren froh, dass es dieses Spiel nicht noch am Samstag geben musste :-)

Helau!

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. Februar 2015 um 13:26 Uhr
 
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